Gesundheitsschutz hat Priorität

Es gilt aber, sich bei der Spontanhilfe bewusst zu machen, dass es sich nicht um ein freiwilliges Engagement wie jedes andere handele, da der Gesundheitsschutz Priorität besitzt. Daher sollten Einzelhelfer und Initiativen bei ihren Engagementaktivitäten die folgenden Hinweise mit berücksichtigen:

  • Freiwillige können sich gefährden und die zu versorgenden Menschen können bei Nachbarschaftshilfe gefährdet werden.
  • Die erste Engagementform ist, möglichst wenig bzw. keinen unmittelbaren persönlichen Kontakt zu anderen Menschen herzustellen. Ganz besonders gilt dies bei Kontaktaufnahme mit gefährdeten Risikogruppen (u.a. ältere Menschen ab 60 Jahre, Herz-, Lungen- und Krebserkrankten Menschen).
  • Helferinitiativen sollten auch den Schutz ihrer Freiwilligen organisieren. Die vom Gesundheitsamt empfohlenen Hygieneregeln sind einzuhalten.
  • Es ist sinnvoll, dass eine freiwillige Person jeweils nur einen Haushalt übernimmt, um Multiplikationseffekte zu vermeiden.
  • Bei den Bedarfen für die Spontanhilfe handelt es sich vorrangig um kleinere Besorgungen für Lebensmittel und Drogerieartikel, Beschaffung von Medikamenten auf Rezept oder zum Beispiel das Aufgeben von dringlicher Post. Medizinische Hilfe, Kindbetreuung oder Fahrdienste sind über andere dafür vorgesehene Stellen zu vermitteln.
  • Ratsam ist es, die Unterstützung telefonisch oder per E-Mail anzukündigen. Dabei sollte gleichzeitig die möglichst kontaktlose Einkaufsübergabe abgesprochen werden.
  • Ein fremder Mensch, dem geholfen wird, vertraut den freiwilligen Helfern. Mit Daten und Informationen dritter Personen ist sensibel umzugehen und der Datenschutz einzuhalten.